RSS
Facebook
Google+
Twitter
Pinterest

Nachhaltiges Reisen – mit einfachen Tipps die Welt bewusster erleben

Nachhaltiges Reisen – Vegetarische Ernährung, Bio-Lebensmittel und Car-Sharing: schon seit einiger Zeit liegt umweltschonendes Verhalten voll im Trend. Da liegt es nahe, auch bei bei einer Reise auf den ökologischen Fußabdruck zu achten. Bricht es dir nicht auch das Herz, wenn du überall Plastik herumliegen siehst? Wie geht es dir, wenn du Youtube-Videos von all dem Plastik in den Weltmeeren siehst?

Tatsächlich sind vielen Reisenden unterwegs die Auswirkungen ihres Tuns gar nicht bewusst. In diesem Beitrag erkläre ich, was nachhaltiges Reisen bedeutet und gebe wertvolle Tipps, wie du beim Reisen die Welt ein kleines Stückchen besser machen kannst.

 

Inhaltsverzeichnis

Nachhaltiges Reisen – das 3-Säulen-Modell, Tipps und Hinweise

Dem nachhaltigen Reisen liegt das 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit zugrunde. Die Stützen dieses Modells sind ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Nach der Erläuterung des Modells gebe ich außerdem leicht umsetzbare Tipps, um die Reise möglichst nachhaltig gestalten zu können.

Das 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit und der nachhaltige Tourismus

Bei Nachhaltigkeit geht es im Grunde darum, dass bei der Nutzung von Ressourcen die wesentlichen Eigenschaften, die Stabilität und die Regenerationsfähigkeit eines Systems im Vordergrund steht. Das System soll über eine lange Zeit erhalten bleiben.

Die Nachhaltigkeit ist auch ein Prinzip der Forstwirtschaft – es soll nicht mehr Holz abgeholzt werden, als nachwachsen kann. Um dieses Prinzip gewährleisten zu können, ist ein 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit entworfen worden. Diese 3 Säulen sind Ökologie, Wirtschaft (Ökonomie) und Soziales. Als Reisender sollte man das betreffende Land unterstützen auf auf den eigenen Ressourcen-Verbrauch achten.

Nachhaltigkeit 3 säulen
Die drei Säulen der Nachhaltigkeit – Soziales, Wirtschaft (Ökonomie) und Ökologie.

Ökologische Nachhaltigkeit

Nach diesem Prinzip wird kein Raubbau an der Natur betrieben. Die Ressourcen werden nur in dem Maße beansprucht, in dem sie auch regenerieren können. Schließlich sollen Natur und Ressourcen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben.

Soziale Nachhaltigkeit

Die sozialen Spannungen sollten sich in Grenzen halten, Konflikte sollen auf friedlichem und zivilem Wege ausgetragen werden. Reisende sollten auf die lokale Kultur Rücksicht nehmen, sich vor Ort anpassen und sich ausführlich über das Zielland informieren. Auch Sprachkenntnisse wären sehr hilfreich.

Wirtschaftliche (ökonomische) Nachhaltigkeit

Hat denn der Tourismus auch für die Einheimischen Vorteile? Das Geld sollte beim Reisen an Einheimische ausgeschüttet werden und nicht an Investoren.

Diese Säule ist für Reisende vor Ort vermutlich am einfachsten zu erfüllen. Wer sich wie Einheimische verhält, lokale Gerichte verspeist und Souvenirs in regionalen Geschäften kauft, der macht dabei schon viel richtig.

Die Bedeutung des 3-Säulen-Modells – der nachhaltige Tourismus

Wenn eine der 3 genannten Säulen nicht erfüllt wird, dann ist der Tourismus nicht mehr nachhaltig. Wir können als Reisende vor Ort versuchen, unseren „Fußabdruck“ auf allen drei Säulen so gering wie möglich zu halten.

Diese Vor-Ort-Nachhaltigkeit ist rein pragmatisch, sie zeichnet sich vor allem durch Konsum-Verzicht und umsichtiges Verhalten aus.

Der nachhaltige Tourismus (auch sanfter Tourismus) verfolgt im Wesentlichen drei Anliegen:

  • so wenig wie möglich auf die Natur einwirken bzw. ihr schaden (ökonomische Nachhaltigkeit)
  • die Natur möglichst nah, intensiv und ursprünglich erleben und (ökologische Nachhaltigkeit)
  • sich der Kultur des Landes anzupassen (soziale Nachhaltigkeit)

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 1 – Vergiss All-Inclusive

All Inclusive hat wirklich NICHTS mit nachhaltigem Reisen zu tun. Diese Form des Reisens lädt einen förmlich dazu ein, so viel wie nur möglich zu konsumieren und dabei den Verbrauch aus den Augen zu verlieren. Vieles wird lediglich verschwendet und weggeschmissen. Auf diese Weise unterstützt du lediglich große Tourismus-Konzerne und lokale Anbieter bleiben dabei auf der Strecke.

Die lokale Bevölkerung erfährt so keine Unterstützung und hat nur sehr wenig von deinem Geld.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 2 – setze auf eine umweltfreundliche Ausrüstung

Schon bei deiner Ausrüstung kannst du als Backpacker bzw. Reisender ein klares Statement abgeben. Wie viel Chemie wird eingesetzt? Müssen Kinder in den Fabriken arbeiten? Wird Lohn-Dumping betrieben? Leider müssen diese Fragen immerzu gestellt werden. Ein sehr umweltfreundlicher Hersteller ist zum Beispiel Fjällräven. Dieser Anbieter stellt Rucksäcke und Outdoor-Bekleidungen unter dem Motto „Wir lieben die Umwelt“ her, denn bei der Produktion werden so wenig Wasser, Chemikalien und Energie wie möglich verbraucht.

Ein weiterer genialer Hersteller, bei dem Nachhaltigkeit groß geschrieben wird, ist Tatonka. Bei diesem Hersteller kannst du sogar den Mitarbeitern einmal wöchentlich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Das schafft natürlich Vertrauen.

Ein anderer umweltfreundlicher Hersteller ist Patagonia. Du kannst also schon bei der Wahl deiner Ausrüstung unserer Umwelt einen großen Gefallen tun.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 3 – erkundige dich gut über das Reiseland

Das ist der wichtigste Tipp. Um deinen Backpacking-Trip nachhaltig gestalten zu können, solltest du auch gut über dein Ziel informiert sein. Mache dich mit der Geschichte, Kultur und Natur des Landes vertraut. Wie kommst du von A nach B, was möchtest du machen und wie soll deine Route aussehen? Wie lange möchtest du ungefähr an den verschiedenen Orten bleiben? Was sind „No Go´s“ im betreffenden Land und welche Gegenden solltest du meiden?

Vor allem die ungefähre Reiseroute sollte feststehen. Es ist zum Beispiel nicht gerade umweltschonend, wenn du einen Ort zweimal besuchen musst.

Nachhaltiges Reisen Tipps
Das Reiseland im Vorfeld genau unter die Lupe nehmen.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 4 – Lerne die Sprache und passe dich an

Die Sprache zu lernen und sich anzupassen, damit berücksichtigst du vor allem den sozialen Aspekt beim Reisen. Auf diesem Blog gibt es schon einige Artikel über die Wichtigkeit der Sprache für unterwegs und den vielen damit verbundenen Vorteilen. Die Sprache ist wie ein kostenloses Gepäckstück ohne Gewicht, das du mit dir herum trägst.

Sie erleichtert die Kontaktaufnahme vor Ort, ist ein simpler Gesprächsöffner und es ist einfach viel einfacher, unterwegs Informationen einzuholen. Niemand erwartet, dass du vor oder nach deiner Reise die Sprache perfekt beherrschst, denn das dauert Jahre. Aber einfache Wörter und Formulierungen wie „Hallo“, „Wie geht es dir“, „Guten Morgen/Tag/Abend“ und „Auf Wiedersehen“ sollten möglich sein.

nachhaltig reisen anpassen sprache lernen

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 5 – fliege nur so oft wie nötig

Bevor du ins Flugzeug steigst, solltest du erstmal die Heimat erkunden. Auch vor der Haustür sind schöne Ausflüge realisierbar. Eine Hüttenwanderung in den Alpen ist genauso schön wie ein Trekking-Ausflug in Neuseeland. Nicht immer musst du um den gesamten Globus fliegen, um einen abenteuerlichen Backpacking-Trip zu haben.

Je ferner das Reiseziel, desto wahrscheinlicher ist ein Flug. Bei einem Flugzeug haben die Treibhausgase einen weitaus höheren Effekt, als es bei Autos oder Bussen der Fall ist. Wenn es möglich ist, dann vermeide besser den Flug. Anstatt für eine Stunde im Flieger zu sitzen wäre die (unbequemere) 20-Stunden-Busfahrt die nachhaltigere Alternative.

Bei fernen Ländern kannst du auf einen Flug nicht verzichten. Auch für mich ist das Verlangen einfach zu groß, ferne Länder zu bereisen und zu entdecken. Du kannst aber für jeden Flug einen neuen Baum pflanzen. Es ist dabei nicht einmal notwendig, dass du es selbst tust. Du könntest einfach der Organisation Plant for the Planet einen Baum spenden.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 6 – Reise mit so wenig Gepäck wie möglich

Dieser Tipp ist naheliegend. Je mehr Gepäck du bei dir hast, desto schwieriger wird es, nachhaltig zu reisen. Jedes zusätzliche Kilo im Rucksack erhöht den Kraftstoffverbrauch unterwegs. Mit weniger Ballast bist du außerdem viel flexibler unterwegs. Überlege dir vor deiner Backpacking-Reise genau, was du benötigst und was zu Hause bleiben kann.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 7 – Wähle eine geeignete Unterkunft

Bevor du unterwegs eine Unterkunft buchst, kannst du nachsehen, ob auf der Webseite oder im Inserat der Unterkunft ein Statement über nachhaltigem Tourismus zu finden ist. Wenn ja, dann ist es möglicherweise eine gute Unterkunft. Gibt es Angaben über Mülltrennung, Ressourcen-Einsatz usw.?

Einfacher lassen sich nachhaltige Hotels über Bookitgreen finden. Gerade günstig reisende Backpacker werden dort jedoch eher keine Unterkunft finden.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 8 – Nutze öffentliche Verkehrsmittel

Ja, das Reisen mit einem Mietwagen ist sehr bequem. In einigen Ländern ist ein Mietauto auch die beste Option, wie zum Beispiel in Australien oder Namibia. Aber es ist umweltschonender, wenn du dir einen Mietwagen mit anderen Reisenden teilen würdest und nicht alleine durch die Gegend fährst. So könntest du auch etwas Geld sparen.

Wenn du nur von A nach B gelangen möchtest, dann wären öffentliche Verkehrsmittel die deutlich bessere Wahl. Busse und Züge sind ohnehin unterwegs und so schonst du die Umwelt. Außerdem sind öffentliche Verkehrsmittel deutlich preisgünstiger als ein Mietwagen oder Taxi. Zum Beispiel in Südamerika ist das Busnetz sehr gut ausgebaut, der Bus ist das beliebteste Transportmittel. Lokal kannst du dich auch mit den Micros fortbewegen, in Zentralamerika dagegen genießen die sogenannten Chicken-Busses Kultstatus.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 9 – Laufe oder fahre mit dem Fahrrad

Nicht immer musst du mit einem Taxi, Tuk-Tuk oder Bus in der Gegend herumfahren. Am nachhaltigsten wäre es, auch mal mit dem Fahrrad unterwegs zu sein oder zu laufen. Laufen kostet nichts, es ist außerdem gesünder und du lernst die Stadt besser kennen.

Bei längeren Strecken kannst du dir auch in den meisten Städten ein Fahrrad mieten. Es ist ein tolles Gefühl, bei schönem Wetter an einer Promenade entlang zu fahren, wenn einem der Wind ins Gesicht bläst.

nachhaltiger tourismus fahrrad fahren

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 10 – Unterstütze lokale Anbieter

Versuche, vor Ort vor allem bei lokalen Anbietern einzukaufen oder Touren zu buchen, anstatt Großkonzerne zu unterstützen. Besuche zum Mittagessen nicht irgendwelche Fastfood-Ketten, sondern das unbekannte Restaurant um die Ecke. Frage die Locals, wo sie essen gehen. Kaufe deine Souvenirs in örtlichen Geschäften und gib beim Essen ruhig auch mal ein großzügigeres Trinkgeld.

Wenn das Angebot stimmt, so kannst du auch bei „fliegenden Händlern“ etwas kaufen. Auf diese Weise berücksichtigst du vor allem den sozialen Aspekt auf Reisen, um noch mal auf das 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit zurückzukommen. Es ist nicht notwendig, viel Geld auszugeben. Entscheidend ist eher, WIE und WO du es ausgibst und WER davon profitiert.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 11 – Blicke über den Tellerrand hinaus und hinterfrage alles

Es ist wie bei den Nahrungsmitteln – bio ist nicht gleich öko und auch umgekehrt. Manche Eco-Lodges mögen absolut grün und natur-freundlich sein, doch am Ende fließt das Geld an einen großen Investor. Die ökonomische Säule der Nachhaltigkeit wäre somit nicht erfüllt.

Nachhaltiges Reisen bedeutet im Grunde auch, einen kritischen Blick zu wahren und Dinge zu hinterfragen. Dazu zählt auch, sich mit Einheimischen zu unterhalten und sie nach Tipps zu fragen. Manchmal haben sie Vorschläge, die in keinem Reiseführer zu finden sind. Es ist zu empfehlen, auch mal abseits der üblichen Touri-Routen unterwegs zu sein. So kannst du auch kleinere Geschäfte und Menschen unterstützen, die vom örtlichen Tourismus wenig profitieren.

nachhaltigkeit blick über tellerrand
Bewusst unterwegs sein und über den Tellerrand blicken.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 12 – Leihe dir einen Reiseführer aus oder versuche es digital

Ja, Reiseführer sind sehr praktisch und ich bin selbst ein großer Fan davon. Aber erst einmal könntest du ja Freunde und Bekannte fragen, ob sie vielleicht einen Reiseführer vom Zielland haben und ihn dir ausleihen können.

Wenn das nicht der Fall ist – warum solltest du es nicht digital versuchen? Ein eigener Reiseführer verstaubt letztendlich nur im Regal, bei Karten ist es ebenso. Du könntest die Offline-Karte des Zielortes in Google Maps herunterladen. Bei bestehender WLAN-Verbindung kannst du dir überall die entsprechende Offline-Karte zur Orientierung herunterladen.

Viele Reiseführer können auch mit einem E-Reader digital gelesen werden.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 13 – Brotdose und Thermoskanne einpacken

Für unterwegs kannst du dir Essen und Trinken auch in deiner eigenen Brotdose bzw. Thermoskanne aufbewahren. Beides kann frisch aufgefüllt und nachher gereinigt werden, außerdem nehmen sie im Rucksack kaum Platz in Anspruch. Nichts ist unnachhaltiger als die tägliche Verschwendung von Alu-Folie und Plastik-Flaschen.

Auf diese Weise tust du der Umwelt etwas Gutes und gehst mit gutem Beispiel voran.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 14 – Gehe mit einem Stoffbeutel einkaufen

Umweltsünder lassen sich auch an ihrem Einkaufsverhalten identifizieren. Plastik hat sich fest in unser aller Leben integriert, ein Einkauf ohne Plastik ist praktisch kaum noch möglich. Das Verbot von Einweg-Plastik in der EU ist aber schon mal ein großer Schritt in die entgegengesetzte Richtung.

In manchen Ländern werden die Einkäufe in einzelne Plastiktüten verpackt, umweltschädlicher geht es wirklich kaum. Wenn du einen Stoffbeutel dabei hast, dann benötigst du diese Tüten nicht. Ein Stoffbeutel ist überall ein praktischer Begleiter und beansprucht praktisch keinen Platz in deinem Backpacking-Rucksack. Egal ob beim Wandern, bei einer Tagestour oder am Strand – gebrauchen kannst du ihn überall.

Des Weiteren könntest du eine kleine Tüten dabei haben, in der du den sich ansammelnden Müll aufbewahrst. So kannst du alles einpacken und später entsorgen.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 15 – Verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen

Touristen, die sich um den Verbrauch von Ressourcen keinerlei Gedanken machen, fallen überall extrem unangenehm auf. In Gegenden mit Wassermangel zum Beispiel solltest du nur im Notfall und nur SO LANGE WIE NÖTIG duschen. In vielen Lodges im Amazonas-Regenwald und in Mittelamerika wird zum Beispiel nur Regenwasser zum Duschen verwendet. Auf diese Weise kann viel Wasser gespart werden.

Dazu zählt auch der Stromverbrauch. Schalte das Licht aus, wenn du einen Raum verlässt. Auch unnötiger Verbrauch ist umweltschädlich.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 16 – Gib ab und zu ein großzügiges Trinkgeld

Gerade Menschen im Dienstleistungssektor sind oft unterbezahlt und profitieren relativ wenig von deiner Reise. Ich denke, nettes Personal hat sich auch mal ein (großzügigeres) Trinkgeld verdient. Es kann die Bedienung im Restaurant sein, der Taxifahrer oder eben auch der nette Friseur. Du entscheidest selbst, wem du unterstützt.

So profitieren nicht nur Unternehmen von deiner Reise und du unterstützt einige Einheimische vor Ort, die es auch wesentlich nötiger haben.

nachhaltig reisen trinkgeld

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 17 – Unterstütze keine Tier-Attraktionen

Auch „nein“ zu sagen will gelernt sein. Auf Reisen wirst du auch mal in unangenehme Situationen geraten, die du so nicht unterstützen würdest/solltest.

Das trifft vor allem auf Tier-Attraktionen zu. Tiere sind eine sehr beliebte Urlaubs-Attraktion und natürlich haben viele dieses Potential zu ihrem eigenen Vorteil erkannt. Häufig werden die Tiere nicht artgerecht gehalten und zu unnatürlichen Verhalten gezwungen. Ein Foto neben einem Tiger in Thailand mag in Facebook schön aussehen, doch letztendlich ist es nur Tierquälerei. Niemand möchte schließlich freiwillig mit Medikamenten ruhig gestellt werden.

Am besten solltest du also auf Elefanten-Trekking, Tiershows und Tierfotos mit exotischen Tieren in einer nicht artgerechten Umgebung verzichten. Wenn du z.B. eine Whale-Whatching-Tour buchen möchtest, dann informiere dich im Vorfeld gut darüber. Häufig werden die Wale nur verfolgt und die Sicherheitsabstände nicht eingehalten, was für diese wunderbaren Tiere purer Stress bedeutet. Auch bei Auffangstationen lohnt sich ein Blick hinter die Fassade – schließlich möchtest du keinen Anbieter unterstützen, der nur profitorientiert denkt und dem das Wohl der Tiere egal ist.

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 18 – Sei ein Vorbild und sprich andere Menschen auf ihr Fehlverhalten an

Alle Regeln helfen nichts, wenn sie nicht auch von einem selbst umgesetzt werden. Du solltest sich selbst an die Spielregeln halten, wenn du es von anderen einforderst. Auch du kannst etwas kleines bewirken, indem du anderen gegenüber ein Vorbild bist. Du kannst auch andere davon überzeugen, wenn du ihnen dein Verhalten und Vorsätze erklärst.

Es hilft einfach nicht, wenn du dir beim Fehlverhalten anderer an den Kopf fasst. Außerdem wird es sich kaum ändern, wenn du fremden Menschen gegenüber unfreundlich wirst. Nicht alle haben die gleiche Einstellung zu Umwelt und Natur, viele gehen sehr fahrlässig mit Ressourcen und Müll um. Tatsächlich ist vielen Menschen die Problematik ihres Verhaltens lediglich nicht bewusst.

Wenn ein Wanderer seine Müsli-Verpackung liegen lässt, dann kannst du ihn freundlich aber bestimmt darauf hinweisen.

vorbild sein

 

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 19 – Vermeide Müll und nimm an Clean Ups teil

Neben der Vorbildfunktion solltest auch du versuchen, deinen persönlichen Müll zu minimieren. Versuche, Dinge wieder zu verwenden und verwende zum Beispiel Mehrwegbecher oder Edelstahltrinkflaschen.

Natürlich kannst du nicht überall deinen Behälter mit Leitungswasser auffüllen, doch du kannst ihn mit Trinkwasser auffüllen lassen. Papierkram kann abfotografiert und in der Dropbox gespeichert werden, anstatt Müll herum zu tragen. Obst und Gemüse kannst du auch ohne Plastik einkaufen.

Anknüpfend an die Vorbildfunktion könntest du auch an Clean-Ups teilnehmen oder selbst welche durchführen. Erkäre anderen Menschen dein Verhalten, wenn du am Strand unterwegs Müll einsammelst und ihn später entsorgst. Was für dich selbst selbstverständlich ist, könnte für andere Menschen vollkommen fremd sein.

 

Dieses Bild ist leider an vielen Stränden alltäglich.
Dieses Bild ist leider an vielen Stränden alltäglich.

 

Nachhaltig Reisen – mein Fazit

Manchmal hören sich Begriff wie Nachhaltigkeit, Konsumverzicht oder Nachhaltiges Reisen erst einmal wie ein lästiges Diktat an. Es scheint sich um Maßnehmen zu handeln, die nur den Spaß am Abenteuer unterwegs verringern sollen. Allerdings sind die meisten Tipps relativ einfach umsetzbar und du kannst mit einem höheren Bewusstsein reisen.

Einfache Maßnahmen wie das Lernen einiger  Sätze in der fremden Sprache oder das Reisen abseits der üblichen Pfade können sogar den Nervenkitzel deutlich erhöhen. Mit meinem Tipps kannst du deine Reise nachhaltiger gestalten und mit gutem Beispiel Einfluss auf andere nehmen.

 

Bist du nachhaltig unterwegs? Was ist deiner Ansicht nach besonders wichtig? Hat dir dieser Artikel über das nachhaltige Reisen gefallen? Wenn ja dann teil´ ihn doch mit deinen Freunden =)

 

 

 

Folge mir auf Facebook

In den Newsletter eintragen und einen kostenlosen Spanisch-Sprachführer abstauben =)

2 Kommentare zu Nachhaltiges Reisen – mit einfachen Tipps die Welt bewusster erleben

  1. Lieber Paul,

    das sind tolle Tipps für das nachhaltige Reisen. Vieles davon sollte eigentlich selbstverständlich sein, jedoch werde ich unterwegs leider auch immer wieder vom Gegenteil überzeugt. Traurig aber wahr. Ich hoffe deine Tipps animieren den ein oder anderen Leser über ihr Reiseverhalten nachzudenken und ein paar Dinge umzusetzen. Es muss ja nicht immer gleich alles sein, aber einige Punkte sollten doch locker umzusetzen sein.

    Viele Grüße,
    Tanja

    • He Tanja,

      danke für den Kommentar. Ich hoffe auch, dass ich den einen oder anderen zum Nachdenken und zur Reflektion anregen kann.

      Viele Grüße, Paul

2 Trackbacks & Pingbacks

  1. Backpacking und nachhaltiges Reisen - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
  2. Nachhaltigkeit, Overtourismus & Verantwortung: Zusammenfassung › Takly on tour • Der Reise - und Camping - Blog

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Show Buttons
Hide Buttons
Close