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Japanische Enzephalitis Impfung – alles was du wissen musst

Impfung Japanische Enzephalitis
Impfungen gegen die Japanische Enzephalitis.

Im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten ist die Japanische Enzephalitis eher selten. Doch bei einer Infektion kann die Krankheit einen schweren Verlauf nehmen, so dass bei einem gegebenen Risiko eine Impfung gegen diese heimtückische Krankheit durchaus sinnvoll sein kann. 

Was ist eigentlich Japanische Enzephalitis? Wo kommt diese Krankheit vor? Für welche Länder solltest du dich impfen lassen? Was kostet eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis und übernimmt dabei die Krankenkasse die Kosten? Auf alle diese Fragen findest du hier Antworten.

Was ist Japanische Enzephalitis?

Die Japanische Enzephalitis ist eine Entzündung des Gehirns, die durch ein Virus verursacht wird. Das Virus wird durch nachtaktive Moskitos der Gattung Culex übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 5-15 Tage. Bei einem milden Krankheitsverlauf hat der Betroffene lediglich Fieber und Kopfschmerzen. In anderen Fällen führt diese Virus-Erkrankung zu Hirnschäden und kann sogar tödlich enden.

japanische enzephalitis impfung
Die Japanische Enzephalitis wird durch nachtaktive Mücken übertragen

Wo kommt Japanische Enzephalitis vor?

Das Virus ist in Süd-, Südost- und Ostasien bis an die Nordspitze von Australien verbreitet. Am höchsten ist das Erkrankungsrisiko dabei während und nach der Regenzeit.

Hauptsächlich betroffen sind China, Indien, Sri Lanka, Nepal, Vietnam, die Philllippinen und der Norden Thailands. Aber auch die Länder Japan, Korea, Bangladesch, Myanmar, Laos, Indonesien (Bali) und Malaysia sind betroffen. In den südlichen, tropischen Regionen kommt die Infektion über das gesamte Jahr vor, ein Höhepunkt wird zu Beginn der Regensaison von Mai bis Oktober erreicht.

Thailand Japanische Enzephalitis
Auch bei Reisen nach Thailand sollte eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis in Erwägung gezogen werden.

Impfung Japanische Enzephalitis – ja oder nein?

Schätzungen zufolge erkranken rund 50.000-70.000 Menschen pro Jahr an Japanischer Enzephalitis. Ungefähr 10-20% der Erkrankten sterben und ~75% erleiden dauerhafte Gehirnschäden.

Im Anbetracht der Zahlen ist eine Impfung bei gegebenen Risiko sicherlich sinnvoll und vielleicht sogar notwendig. Außerdem gibt es bislang keine wirksamen Medikamente gegen diese Krankheit. Es handelt sich um die häufigste Virusinfektion des Gehirns im asiatischen Raum.

Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmender Aufenthaltsdauer in ländlichen Gebieten und während Regenzeiten. Bei einem Aufenthalt über 4 Wochen in ländlichen Gebieten während der Hauptübertragungszeit wird von der WHO eine Impfung empfohlen. Ich empfehle dir vor, mindestens 6 Wochen vor Beginn der Reise mit einem Tropen- oder Reisemediziner zu sprechen.

Japanische Enzephalitis Impfung – der Ablauf

Gegen Japanische Enzephalitis wird ein Totimpfstoff verabreicht. Die Impfung gegen Japanische Enzephalitis kann von einen Hausarzt oder auch im Tropeninstitut durchgeführt werden. In Deutschland ist der Impfstoff Ixiaro-R. für Personen ab dem 2. Lebensmonat zugelassen. Es erfolgen zwei Grundimpfungen im Abstand von 28 Tagen. Die zweite Impfung sollte spätestens 7 Tage vor Antritt der Reise verabreicht werden, damit der immunologische Schutz vollständig ausgebildet ist.

Über die Schutzdauer der Impfung gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Es wird empfohlen, die Impfung gegen Japanische Enzephalitis nach 12-24 Monaten ggf. wieder aufzufrischen.

Wer sollte sich impfen lassen und wer nicht?

Bei schwangeren Frauen erfolgt eine Risikoabwägung der Schutzimpfung gegen die Japanische Enzephalitis. Es liegen bei Schwangeren nur begrenzte Datenmengen zur Verfügung im Hinblick auf die Nebenwirkungen. Auf jeden Falll sollten ungeimpfte, schwangere Frauen die Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko meiden.

Bei Kindern ab dem vollendeten 2. Monat bis zum vollendeten 3. Lebensjahr ist eine Spritze mit einer entsprechenden Markierung zu verwenden, damit die entsprechende Kinderdosierung gespritzt werden kann.

Vor allem Personen mit den folgenden Risikofaktoren wird eine Impfung bei einer Reise in die Epidemie-Gebiete dringend empfohlen:

  • Kinder oder >50 Jahre
  • iatrogene oder spontane Störung der Blut-Liquor-Schranke (z.B. Ventrikulo-peritonealer Shunt, Cochlea Implantate)
  • Immundefizienz
  • arterieller Hypertonus (Bluthochdruck)
  • Diabetes mellitus
  • chronische Nierenerkrankungen
  • Homozygotie für CCR5Δ32 und bei einem
  • vermehrten Aufenthalt im Freien

Was sind die Nebenwirkungen einer Impfung gegen Japanische Enzephalitis?

Nach dem Hersteller des Impfstoffes sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Hautausschlag, Muskelschmerzen, Müdigkeit, grippeähnliche Symptome und Reaktionen an der Injektionsstelle häufige Nebenwirkungen.

 

Impfung gegen Japanische Enzephalitis – die Kosten

Die Kosten bei einer Impfung gegen Japanische Enzephalitis betragen ungefähr 90 € pro Injektion. Bei zwei Impfungen wären das 180 € und das ist natürlich eine Menge Geld.

Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für Reiseimpfungen. Der Grund ist, dass die Folgebehandlung nach einer Infektion deutlich höher sind als die Kosten einer Impfung. Am besten lässt du dich von einem Tropenmediziner im Vorfeld beraten. Du kannst dich auch mit deiner Krankenkasse telefonisch in Verbindung setzen. Wenn ein Arzt die Impfung als medizinisch sinnvoll oder gar notwendig einstuft, dann sollten die Kosten im Normalfall übernommen werden.

Ein Formular für die Kostenübernahme bei Reiseimpfungen findest du beim Tropeninstitut.

 

Fazit

Es ist egal ob du nach Thailand, Myanmar oder Bali reist – ein Risiko für die Infektion in Bezug auf Japanische Enzephalitis ist vor allem in Südostasien immer gegeben. Somit solltest du dich zumindest mit der Frage beschäftigen, ob eine Impfung sinnvoll ist oder nicht.

An erster Stelle sollte der Gang zum Tropen- oder Reisemediziner stehen, damit du eine fachmännische Beratung erhältst. Wenn dir der Tropenmediziner nach Vorgaben der WHO oder der Impfkommission eine Impfung gegen Japanisch Enzephalitis empfiehlt, dann sollte auch die Krankenkasse in vielen Fällen die Kosten übernehmen.

Es gibt zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen. Beachte dabei auch, dass die zweite Impfung mindestens 7 Tage vor Reiseantritt verabreicht werden sollte, damit der immunologische Schutz vollkommen ausgebildet ist. Natürlich solltest du dich vor allem auch während der Reise vor Mücken und Moskitos schützen. Informationen dazu findest du im Artikel 7 Tipps für Moskitoschutz auf Reisen.

 

 

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