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Reiseblogger verraten ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu (Teil II)

Die atemberaubenden Landschaften der Cordillera Huayhuash

Peru ist viel mehr als Machu Picchu, es gibt noch viele andere Sehenswürdigkeiten! In diesem Artikel schildern andere Reiseblogger ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu und stellen mit ihren Erfahrungen unter Beweis, dass Peru eines der vielfältigsten Länder von Südamerika ist.

 

Sehenswürdigkeiten in Peru

Peru ist das Land der Inka und die bekannteste Sehenswürdigkeit ist natürlich Machu Picchu. Die legendäre Inka-Festung nördlich von Cusco gilt als der Höhepunkt einer typischen Peru-Reise, die Festung zählt zu den sieben Weltwundern und ist eine der größten Sehenswürdigkeiten von Südamerika. Doch Peru hat noch so viel mehr zu bieten als Machu Picchu. Im letzten Artikel haben Nora, Aylin & Stefan, Christina, Florian, Daniel, Stefanie und Marion sehr eindrucksvoll über ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu berichtet.

Der Round-Up Post über Peru geht in die zweite Runde. Heute erzählen Claudia, Anne, Tobias, Ariane, Dirk, Christian & Daniele und ich über unser schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu.

Anne berichtet von ihren Erfahrungen in einer Lodge im Amazonastiefland bei Iquitos, Tobias schreibt über altehrwürdige Stätten präinkaischer Kulturen in unmittelbarer Nähe der bunten Stadt  von Trujillo. Sehr eindrucksvoll sind die Erfahrungen von Claudia bei einem Trek in der Huayhuasch-Kordillere südsüdöstlich von Huaraz, nach Ansicht von Claudia zählt dieser Trek zu den spektakulärsten der Welt.

Ariana entführt uns nach Lima und beweist erneut, dass die Hauptstadt von Peru besser ist als ihr Ruf. Marlene hat auf ihrer Peru-Reise die Linien von Nazca von oben gesehen, es handelt sich hierbei vermutlich um den größten astronomischen Kalender weltweit. Dirk hingegen ist besonders von der ehemaligen Inka-Hauptstadt Cusco begeistert und Daniele & Christian schildern ihre Erlebnisse beim Salkantay-Trek von Cusco aus.

Diese Karte wurde mit QGis erstellt. Shapefile-Datei: Open Street Map OCM Landscape
Diese Karte wurde mit QGis erstellt. Shapefile-Datei: Open Street Map OCM Landscape

 

 

Anne Prinz de Serván von Going Vagabond – Lodge in Iquitos

Anne ist von Herzen Vagabundin, Freiberuflerin und Straßenhund-Adoptivmama. Anne hat zwei Jahre in Südamerika gelebt und ihren Freund Alejandro aus Peru geheiratet. Auf ihrem Blog Going Vagabond berichtet Anne von ihren Erfahrungen und möchte ihre Leser dazu inspirieren, einfach mal loszulassen und die Welt zu entdecken. Übrigens hat Anne auch mit Nora zusammen das fantastische E-Book QUER DURCH PERU geschrieben.

Du findest Anne auch auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest

 

Anne über ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu:

Auch wenn Peru eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften und Natur zu bieten hat, vor allem die Anden, so fasziniert mich der Dschungel ganz besonders. Vermutlich, weil er so ganz anders ist als alles, was wir in Europa so kennen.

Eines meiner schönsten Erlebnisse in Peru war es ein paar Tage in einer Lodge mitten im Regenwald nahe Iquitos, im Norden Perus, zu verbringen. Hier lebst du wirklich völlig abgeschnitten vom Rest der Welt in einem Haus auf Stelzen, hörst die Geräusche des Dschungels morgens beim Aufwachen und abends beim Einschlafen. Tagsüber kannst du im Kanu die kleinen Nebenflüsse des Amazonas und Marañon erkunden, Kaimane entdecken und Schlangen, oder Faultiere die in den Baumkronen hängen.

Im Regenwald wirkt alles ein bisschen wie bei Alice im Wunderland: Tellergroße Seerosen, rosafarbene Delfine in braunem Wasser, riesige bunte Schmetterlinge und dann noch die Piranhas, die unter dem Boot lauern… Nachts stapfst du mit Gummistiefeln durch den Dschungel und leuchtest mit deiner Taschenlampe die riesigen Bäume an, an denen handgroße Vogelspinnen sitzen. Oder du sitzt im Schein der Petroleumleuchten auf der Veranda der Hütte und lauscht dem Schreien der Tiere… Auch der Weg nach Iquitos, im Norden Perus, lohnt sich! Denn Iquitos ist die größte Stadt der Welt, die nicht auf dem Landweg erreichbar ist. Hier kommt man nur in einer mehrtägigen Fahrt in einer Hängematte auf einem Frachtschiff an, oder man fliegt von Lima aus.

Wenn du nach Nordperu reist, dann solltest du dir den Dschungel dort also keinesfalls entgehen lassen.

Ein wunderschöner Sonnenuntergang
Ein wunderschöner Sonnenuntergang

 

Amazonas2

 

 

Tobias Hagemeister von Life after Backpacking – Pyramiden in Trujillos

Tobias schreibt auf Life After Backpacking über die Rückkehr nach der Weltreise in die Heimat. Gespickt mit Reise-Erinnerungen seiner eigenen Weltreise wie z.B. die Mondpyramide Huaca de la Luna in Peru.

Du findest Tobias auch auf Facebook, Twitter und Pinterest.

 

Tobias über sein schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu:

Wer meint Pyramiden gibt es nur in Ägypten, der irrt. Auch im Norden von Peru gibt es Pyramiden, genauer gesagt in der Nähe von Trujillo: die “Huaca del Sol” (Sonnenpyramide) und die benachbarte “Huaca de la Luna” (Mondpyramide). Die beiden Pyramiden waren Teil der antiken Moche Kultur und wurden zwischen dem ersten und achten Jahrhundert aus Millionen von luftgetrockneten Lehmziegeln erbaut. Aufgrund von Einsturzgefahr durch Sandverwehungen kann heute nur noch die Mondpyramide besucht werden.

Im Inneren der Pyramide können freigelegte Wandmalereien mit farbenfrohen Motiven der Moche Kultur entdeckt werden. Es ist empfehlenswert gemeinsam mit einem Guide die Skulpturen anzusehen, um sich somit ein besseres Bild der noch andauernden Arbeiten der Archäologen zu machen. Denn auch heute gibt es im Umfeld der Pyramiden für Jahrzehnte noch Ausgrabungsarbeiten, sofern weiterhin finanzielle Mittel dafür bereit gestellt werden.

Am Eingang zur Mondpyramide befinden sich ein Forschungszentrum und ein kleines Museum in welchem einzigartige Exponate aus dem Inneren der Pyramide ausgestellt werden.

Die Pyramide “Huaca del Sol” kann am besten von Trujillo mit einem Taxi angefahren werden und ist zweifelsohne einen Besuch im Norden Perus wert, fernab der Inka Kultur  und Ruinenstadt Machu Picchu. Zusätzlich bietet sich im Rahmen eines Tagesausflugs die Kombination mit dem UNESCO Weltkulturerbe Chan Chan an. Denn die historische Hauptstadt des präkolumbischen Volkes der Chimu liegt ganz in der Nähe der beiden Pyramiden am Rande von Trujillo.

Archäologen haben mit viel Mühe die farbenfrohen Wandmalereien freigelegt
Archäologen haben mit viel Mühe die farbenfrohen Wandmalereien freigelegt

 

Die Mondpyramide
Die Mondpyramide

 

Claudia Schmidt von Backpackinghacks – der Huayhuash Trek 

Bei Claudia dreht sich im Blog  Backpackinghacks alles ums Backpacking und Langzeitreisen. Claudia ist Reise-Junkie, Minimalistin und Designerin in einem.

Claudia schreibt in ihrem Blog vor allem über die Planung von deiner Weltreise. Du findest Claudia auch auf Twitter und Facebook.

 

Claudia über ihr schönstes Erlebnis in Peru abseits von Machu Picchu:

Mein schönstes Erlebnis war der Huayhuash Trek in Peru, der zu einer der spektakulärsten der Welt zählt, was keine Untertreibung ist. In acht Tagen haben wir das Huayhuash Bergmassiv umrundet, welches in einer unberührten Natur fernab der Zivilisation liegt. Immer im Blick die imposanten 5.000 bis 6.000 Meter hohen Gipfel.

Noch heute muss ich mich kneifen, wenn ich mir die Fotos anschaue. Man kommt sich wie in einem Film vor und hinter jeder Kurve wartet schon die nächste grandiose Aussicht. Die Gipfel scheinen direkt in den Himmel zu ragen und sind doch zum Greifen nah. Von diesen Ausblicken konnte ich einfach nicht genug bekommen.

Die Cordillera Huayhuash liegt im Norden von Peru, ungefähr 100 km südsüdöstlich von Huaraz. Was es zu einer idealen Wanderregion für Anfänger macht, da hier die Schneegrenze sehr hoch liegt. Obwohl der Weg meist zwischen 4.000 und 5.000 Metern hoch ist, braucht man keine spezielle Ausrüstung oder großartige Erfahrungen. Man muss nur fit und gut akklimatisiert sein.

Huayhuash Trek

 

 

Ariane Kovac von Heldenwetter – Barranco und Miraflores in Lima

Ariane hat nach dem Abitur für ein Jahr in Lima gelebt und dort gearbeitet. In dieser Zeit hat Ariana das stetige Reisefieber gepackt, die bloße Neugierde auf das Neue und Unbekannte zieht sie hinaus in die Welt. Auf Heldenwetter berichtet Ariana ausführlich über ihre Eindrücke und Erlebnisse.

Ariane schreibt gern, ihr zweites großes Hobby neben dem Schreiben ist die Fotografie. Du kannst Ariane auch auf Facebook finden.

 

Ariane über ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu:

Ich bin vielleicht, was Peru angeht, etwas voreingenommen: Immer, wenn ich im Land war, habe ich fast meine gesamte Zeit in Lima verbracht. Ich weiß, die meisten Peru-Besucher können mit der Stadt auf den ersten Blick nichts anfangen, und ja, Lima ist laut, chaotisch, dreckig und gefährlich.

Aber es ist eben auch eine der spannendsten Städte der Welt: Voller Kultur, mit einer fantastischen Kulinarik, den besten Museen Lateinamerikas und einem ganz eigenen, verrückten Charakter. Lima erschließt sich einem leider nicht an einem Tag, und doch möchte ich alle Peru-Reisenden dazu animieren, die Stadt in die eigene Reiseroute einzuplanen. Was man dort dann gesehen haben sollte? Die grüne Küste bei Barranco und Miraflores abends kurz vor Sonnenuntergang, die Kunst- und Geschichtsmuseen (vor allem das neue Museum für moderne Kunst!), die geschichtsträchtigen Pisco-Kneipen in Pueblo Libre und das bunte Markttreiben an der Avenida Abancay. Viel Spaß

Paragliding - in Miraflores ist es möglich
Paragliding – in Miraflores ist es möglich

 

barrio barranco, lima
Häuserfassaden in Barranco.

 

Marlene Rybka von Couchabenteurer – die Linien von Nazca

Marlene war noch vor 6 Jahren ein echtes „Couch-Potato“, doch an einem Tag beschloss sie plötzlich ihr Leben zu ändern und seitdem hat sie verschiedenste Länder bereist.

Auf ihrem Blog Couchabenteurer berichtet Marlene von ihren Reisen und gibt zahlreiche nützliche Reisetipps.

Du findest Marlene auch auf Facebook.

 

Marlene über ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu:

Berauschend war das Gefühl hier in der Luft zu sein und riesige Abbilder von Kolibris, Affen und Schlangen im Wüstensand zu entdecken. Hier in Nazca im südlicheren Peru – wo Geschichte mit Mythos vermischt wurde und Wissenschaft auf Scharlatane traf.

Über viele Kilometer ist das Wüstenplateau von Linien und Figuren durchzogen – am besten sichtbar vom Flugzeug oder Heißluftballon aus. Bis zu 100 m Größe haben diese Scharrlinien (Geoglyphen) und sie wurden in höchstem Maße akkurat und fast schon nach Reißbrett in den Wüstensand gezeichnet.

Aber was steckt hinter dem Mythos Nazca? Angeheizt durch wilde Spekulationen des Schweizer Autors Erich von Däniken galten sie lange als Rätsel des Jahrhunderts, als Landebahn für Außerirdische und Geheimcode in der Wüste. Einige Forscher sind sich jetzt jedoch sicher, dass sie religiösen Prozessionen dienten. Die Peruaner marschierten, tanzten und boten Opfer auf ihnen dar. Sie flehten die Götter um Regen an. Die Linien waren also Ausdruck ihrer Gläubigkeit und es handelt sich damit um eine rituelle Landschaft.

Ich war nach Nazcargekommen, weil mich diese wilden Spekulationen schon mein halbes Leben begleiten und ich sie nun endlich mit eigenen Augen sehen wollte. Noch dazu liebe ich fliegen und wann immer sich diese Gelegenheit bietet, ergreife ich sie auch. In Nazca bin ich nicht enttäuscht worden, denn wer Abenteuer, Mythen und Fliegen liebt, der wird hier ganz sicher auch fündig! Und wenn ihr schon da seid, dann lasst es euch auch nicht nehmen, die Grabstätte von Chauchilla zu besuchen. Aber seid gewarnt, es ist ein schauriger Ort!

affe
Die Linien von Nazca sind ein Mythos der besonderen Art

 

flugzeug

 

 

Dirk Loew von Planetenreiter – Eindrücke aus Cusco

Dirk schreibt auf seinem Blog Planetenreiter über individuelle Reisen in Südamerika, Afrika, Deutschland und Europa.

Du findest Dirk u.a. auf Facebook, Twitter und Pinterest.

 

Dirk über sein schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu:

Ich liebe es, plan- und ziellos durch fremde exotische Städte zu streunen. Es sind die kleinen und sehr speziellen Erlebnisse, die für mich oft die bemerkenswerten und emotionalen Momente einer Reise oder eines Ortes ausmachen. Ohne Zweifel ist Cusco in den peruanischen Anden einer dieser Orte auf unserem Planeten, den man als Traveller gesehen haben muss. Soviel Geschichte, Mythologie, fabelhafte Landschaft und geographische Besonderheit findet man selten auf einem Fleck.

Cusco ist ein wunderbarer Ort zum Flanieren: Wenn einem nicht schon schwindlig durch die Höhe ist, dann durch Cuscos überbordende Geschichte, die einem an jeder Ecke wie ein frierender peruanischer Nackthund auf der Suche nach einer Decke entgegen wedelt.

Kann man sich besser erholen, als untätig in einem Café sitzen, und das Leben davor vorüber huschen zu sehen? An der zentralen Plaza de Armas, gegenüber der Kathedrale, findet sich ein zweigeschossiges Gebäude mit einer himmelblau gestrichenen hölzernen Balustrade, und einem etwas versteckten Eingang.

Wer diesen findet kann just auf dieser Balustrade den besten Käsekuchen Perus und eine der grossartigsten Aussichten Amerikas geniessen. Auf die lichte und trubelige Plaza de Armas, die Kathedrale von Cusco und die umliegenden Berggipfel. Wem der Schädel vom Laufen und Schauen oder der Höhe brummt, der bestellt eine Mate de Coca, also einen Tee aus Kokablättern.

Das hilft angeblich gegen die Symptome der Höhenkrankheit. Ich weiss nicht, ob das stimmt, höhenkrank war ich nicht, aber natürlich neugierig, wie ein Tee aus Kokablättern schmeckt. Wie schmeckt er? Unauffällig! Aber wer Augen hat zu Schauen und seinen Gefühlen im Angesicht der Grossartigkeit von Cusco freien Lauf lässt, der ist auch ohne Koka berauscht und beseelt, denn Reisen ist die einzig wahre Droge.

CuscobyDLoew
Die Stadt Cusco ist einer dieser Orte auf diesem Planeten, die man gesehen haben muss

 

 

Daniele und Christian Heinz von Von einer Reise – der Salkantay Trek 

Christian und Daniele bereisen als Journalist und (Hobby-)Fotographin die Welt. Beide lieben es, neue Länder, Regionen und Mentalitäten zu entdecken.

Auf Reisen sammeln beide ihre Geschichten, um diese mit ihren Lesern auf Von einer Reise zu teilen. Du kannst beide z.B. unter Google + und Twitter finden.

 

Daniele und Christian über ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu:

Der Salkantay-Trek von Cusco aus war ein wunderbares Erlebnis, die atemberaubenden Landschaften werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Unsere Trekking-Gruppe trifft sich um fünf Uhr morgens an der Plaza San Francisco in Cusco, es ist noch stockfinster. Wir fahren mit dem Bus über 2.5 h bis nach Mollepata auf 2.900 m Höhe, dort soll der Trek beginnen.

Nach einem kurzen Frühstück wandern wir bei sonnigem Wetter auf der 20 km langen Route des Camino Real nach Soraypampa auf 3.900 m Höhe. Dort befindet sich unser Lager. Auf dem Weg begegnen wir vereinzelten Bewohnern des Bergdorfes, sie sind größtenteils mit Maultieren oder Pferden unterwegs. Die Landschaft ist noch hügelig, auf den Feldern wird Gemüse angebaut. Wir überwinden am ersten Tag 1000 Höhenmeter, dabei leitet uns der schneebedeckte und mächtige, 5.460 m hohe Umantay den Weg.

Der zweite Tag ist der anstrengendste, an diesem Tag erreichen wir auch den höchsten Punkt des Treks. Den größeren Teil der mehr als 20 km langen Strecke legen wir dabei bergauf zurück. Auf 4.600 m haben wir bei strahlendem Sonnenschein einen traumhaften Ausblick auf die Gipfel der uns einkesselnden Vilcabamba-Bergkette. Am imposantesten ist dabei der Anblick der Südseite des 6.270 m hohen Salkantay. Es wird oft behauptet, dass der Salkantay nicht bestiegen werden kann. Übrigens bedeutet Salkantay übersetzt so viel wie „der unberührbare Berg“.

Am dritten Tag legen wir „nur“ 15 km zurück. Es ist regnerisch, unterwegs prägen vor allem Kaffeeplantagen, Obstgärten und Bananenbäume das Landschaftsbild. Das letzte Stück bis nach Santa Teresa legen wir mit dem Bus zurück. Vor allem der Besuch der heißen Quellen (Eintritt 5 Soles) tut uns richtig gut.

Am vierten Tag lassen wir uns von einem Bus bis nach Hidroelectrica bringen, von dort wandern wir über einen 12 km langen Schienenweg bis nach Aguas Calientes, dem Tor zur Inka-Stätte von Machu Picchu. Die Landschaft mutet sehr tropisch an

Am ersten Tag leitete uns der Umantay den Weg
Am ersten Tag leitete uns der Umantay den Weg

 

Die Aussicht auf den Salkantay ist spektakulär
Die Aussicht auf den Salkantay ist spektakulär

 

Paul Krause von Adventureluap – mit der Andenbahn nach Huancayo

Nun möchte auch ich als letztes mein schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu vorstellen:

Die Fahrt mit der Andenbahn von Lima bis nach Huancayo war eines meiner schönsten Erlebnisse überhaupt. Die Fahrt beginnt in Lima am Bahnhof „Los Desamparados“, was übrigens „die Hilflosen“ bedeutet.

Über einen Schienenweg von 346 km Länge durchfährt der Ferrocarril Andino ostwärts die Westkordillera von Zentral-Peru und nach etwa 12 h Fahrt erreicht der Zug Huancayo im Andenhochland.

Der Zug durchfährt dabei mehr als 50 Tunnel und überwindet auf den ersten 170 km einen Höhenunterschied von 4758 m, die 4.000 m Grenze wird am Bahnkilometer 150 erreicht. Die Strecke Lima-Huancayo war bis 2005 die am höchsten gelegene normalspurige Bahnstrecke weltweit.

Der Zug besitzt einen Panoramenwaggon, du kannst dir den Fahrtwind ins Gesicht blasen lassen und grandiose Andenpanoramen bestaunen. Für mich als Geologe war die Fahrt ein Hochgenuss, auch die Geologie hat sich von ihrer schönsten Seite gezeigt. Staunend habe ich verfaltete Kalksteinformationen gesehen, ehemalige Meeresablagerungen um mehr als 3.000 m emporgehoben.

 

Auf dem Weg nach Huancayo. Grandiose Landschaften im Andenhochland von Peru
Auf dem Weg nach Huancayo. Grandiose Landschaften im Andenhochland von Peru

 

kalkstein II
Einfach wunderbar: verfaltete Kalksteinschichten

 

Fazit – Sehenswürdigkeiten in Peru

In einem zweigeteilten Artikel haben ingesamt 17 Reiseblogger über ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu berichtet.

Zum Abschluss gibt es noch einige sehr wissenswerte, zusammenfassende Fakten:

  • Die Hauptstadt Lima ist deutlich besser als ihr Ruf. Florian, Christina und Ariane haben einige ihrer schönsten Erfahrungen in Lima gesammelt. Lima ist wohl die am meisten unterschätzte Hauptstadt von Südamerika und zeichnet sich durch eine unverkennbare Dynamik aus.
  • Die meisten Touristen bereisen hauptsächlich den südlicheren Teil von Peru. Doch im Norden des Landes gibt es unglaublich viel zu entdecken. Mitunter ist es auch im Norden des Landes deutlich einfacher, abseits der üblichen touristischen Pfade das ursprünglichere Peru kennen zu lernen und zu erleben. In Huaraz kannst du bei einem Trek (Santa Cruz Trek) die spektakulären Landschaften der Cordillera Blanca hautnah erleben. Der Norden von Peru gilt auch als Wiege der Hochkulturen, z.B. im Umkreis von Trujillo kannst du unglaubliche Stätten kennen lernen (Chan Chan, Huaca de la Luna, Huaca del Sol). Auch in der Umgebung von Cajamarca erwarten dich zahlreiche präinkaische Stätten und im Reich der Wolkenmenschen bei Chachapoyas kannst du die Festung Kuélap erforschen, das größte Bauwerk von Südamerika und das Machu Picchu von Nordperu.
  • Peru ist ein Paradies für Trekker und Naturliebhaber. Das Angebot an Treks ist riesig, im Norden (Huayhuash-Trek, Santa-Cruz Trek) und auch im Süden (Salkantay-Trek) des Landes.
  • Peru ist Vielfalt. Den weitaus größten Teil der Fläche von Peru nimmt das Amazonastiefland ein, östlich der Andenkordillere. Stefanie (Puerto Maldonado) und  Anne (Iquitos) haben diesen faszinierenden Lebensraum für sich entdeckt, sie beide waren gleichermaßen begeistert von der unermesslichen Artenvielfalt und der beeindruckenden Geräuschkulisse der peruanischen Dschungels.
  • Peru ist ein Land der unbegrenzten (Reise-)Möglichkeiten, doch das wichtigste Reiseziel ist wohl Machu Picchu und dies wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern. Daniele und Christin (Von einer Reise) hatten ihr schönsten Reiseerlebnis beim Salkantay-Trek und die Endstation dieses Treks ist kein geringerer Ort als Machu Picchu. Auch Dirk (Planetenreiter) sammelte seine eindrucksvollsten Erfahrungen im geschichtsträchtigen Cusco, die alte Inka-Hauptstadt ist schließlich das Tor zu Machu Picchu.

 

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4 Kommentare zu Reiseblogger verraten ihr schönstes Reiseerlebnis in Peru abseits von Machu Picchu (Teil II)

  1. Ui, wie schön dass ich das gefunden habe! Für mich geht es im November nach Peru, mit einer Gruppe, MP, Dschungel und Anden inklusive. Aber am Ende habe ich noch drei Tage für mich und bin da am Planen und suchen. Wem darf ich denn noch ein paar konkrete Fragen stellen? Zb zu Nazca (Vorbuchen, welche Anbieter) und Busverbindungen von Paracas nach Lima?

    • Hi Uta. Danke für deinen Kommentar.

      Also zu deinen Fragen:
      1)Erstens Busverbindung Lima – Paracas:
      Die Busfahrt könntest du auf den folgenden Seiten finden
      https://busportal.pe/

      http://www.go2peru.com/peru_bus.htm

      Die Fahrt dauert ungefährt 3-4 h. Empfehlen kann ich dir unter anderem Cruz del Sur, Oltursa und Tepsa.

      2) zu Nazca:
      Du musst den Flug über die Linien nicht vorbuchen. Ich bin damals mit einem Taxi direkt zum Flughafen gefahren und habe den Flug auch vor Ort bezahlt. So lange du nicht direkt in der Hauptsaison reist, würde ich dir das auch auf jeden Fall so empfehlen. Auf diese Weise hast du keine Zwischenvermittler, welchen du noch zusätzlich bezahlst.

      Ich habe dir auch eine Email geschrieben mit Infos =).

  2. Finde ich toll, dass Du Orte vorstellst, die abseits von Machu Picchu liegen. Peru ist so gross und hat so viel zu bieten. Ich würde vielleicht noch die Region Amazonas hinzufügen, mit der Festung von Kuelap auf 3 000 m Höhe und 2 der höchsten Wasserfälle der Welt !

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